21.08.2018 15:25
Von: Peter Papke

Blau-Weiss trauert um Dieter Bösemeyer

Am 22. Juni 2018 verstarb im Alter von 83 Jahren plötzlich und unerwartet unser Sportkamerad und Ehrenmitglied Dieter Bösemeyer.

Am 9. Oktober 1934 wurde Dieter Bösemeyer in Osnabrück geboren. Aufgewachsen ist er auf dem elterlichen Hof in Wulften bei Schledehausen, von wo er auch zum Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium (EMA) kommen musste. Das war nicht immer einfach, denn eine Busverbindung gab es nicht. So fuhr er bei jedem Wetter mit dem Fahrrad 7 km zum Bahnhof nach Wissingen und von dort dann mit dem Zug nach Osnabrück. Nach der Zeit auf dem EMA machte er auf dem Wirtschaftsgymnasium sein Abitur und wurde nach dem anschließenden Studium an der Wirtschaftsakademie später bei der Firma Hammersen, dem damals zweitgrößten Textilkonzern Europas, Einkaufsleiter. Danach wurde er kaufmännischer Leiter eines Textilbetriebs in Nordwaldebei Münster.

1974 machte er sich als Handelsvertreter selbstständig. Zuvor hatte er seine Frau Dietlind geheiratet, mit der er 2 Kinder, Wenk und Ilke, hat. Er zog mit seiner Familie in das schöne Städtchen Herdecke an der Ruhr.10 Jahre später zog es sie zurück in das Osnabrücker Land. Die Wahl fiel auf die Weberstraße im Wallenhorster Ortsteil Hollage.

Immer sehr beschäftigt haben Dieter die Geschehnisse des 2. Weltkrieges, die er als Kind sehr bewusst erlebt hat. Die letzte und schwerste Bombardierung Osnabrücks durch die Alliierten am Palmsonntag 1945 beobachtete er auf der Mauer des elterlichen Grundstücks stehend, sah die Stadt in Flammen aufgehen und mehrere abgeschossene Flugzeuge in die umliegenden Felder abstürzen. Einige Piloten konnten sich mit dem Schleudersitz retten. So auch ein Kanadier, der sich ein Bein gebrochen hatte und von den Schledehausenern versorgt wurde.1985 trat er in den Verein ein und leitete von 1988 bis 2000 die Tennisabteilung. Bei seiner Verabschiedung erhielt er die Bronzene Ehrenmedaille vom Niedersächsischen Tennisverband. Ein Jahr später wurde er von der Generalversammlung zum Ehrenmitglied im Verein gewählt.

Seine Frau Dietlind spielt sehr gut Tennis, wurde mehrfach Vereins- und Ortsmeisterin und ist noch heute aktiv. Auch Wenk und Ilke spielten erfolgreich Tennis bei Blau-Weiss. Seine Hauptaufgabe als Vorsitzender der Tennisabteilung sah Dieter Bösemeyer darin, die etwas isolierte Abteilung näher an den Hauptverein anzubinden, was ihm auch vortrefflich gelang. Darüberhniaus lag ihm die Entwicklung der Tennisjugend sehr am Herzen.

Noch kürzlich sagte er: “Insgesamt sehe ich die Entwicklung unseres Gesamtvereins sehr positiv – nicht nur im Ergebnis einzelner Mannschaften. Natürlich spielt der Fußball immer noch die wichtigste Rolle, doch konnten sich im Laufe der letzten Jahre auch andere Abteilungen sehr positiv entwickeln. Hier sind besonders Judo und Tischtennis zu nennen. Das hängt immer von den verantwortlichen Personen ab, und da ist mir um unseren Verein nicht bange. Gerd Strößner hat sein Präsidium verjüngt, und das ist bestimmt nicht schlecht.“

Wir wünschen seiner Ehefrau Dietlind und den Familien von Wenk und Ilke für die kommende Zeit viel Kraft und Stärke, um mit dem großen Verlust fertig zu werden.Für deinen großartigen Einsatz für unseren Verein sagen wir: „Danke, Dieter!“

Blau-Weiss Hollage von 1934 e.V., für das Präsidium: Peter Papke