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Berichte

14.06.2019 00:35
Von: Daniel Bresser (NOZ)

1:0-Sieg im Finale gegen Vitesse Arnheim

Sparta Rotterdam bejubelte den Sieg beim C-Jugend-Pfingstturnier in Hollage. Foto: Helmut Kemme

Foto: Helmut Kemme

Foto: Helmut Kemme

Wallenhorst. C-Jugend von Sparta Rotterdam jubelt bei Hollager Pfingstturnier: Die 35. Auflage des C-Jugend-Pfingstturniers von BW Hollage war fest in niederländischer Hand: Im Endspiel setzte sich Sparta Rotterdam in letzter Minute mit 1:0 gegen Vitesse Arnheim durch und beerbte Vorjahressieger KV Mechelen aus Belgien. Für Peter Papke, der das Event mit ins Leben gerufen hatte, war es indes das letzte Mal als Turnierleiter.

Im Finale standen sich damit die beiden stärksten Mannschaften gegenüber. Die Niederländer zeigten technisch sauberen und schnellen Fußball am Hollager Benkenbusch. In einer ausgeglichenen Partie hatte Rotterdam in der ersten Halbzeit leichte Vorteile. Nach der Pause drängte Arnheim auf die Führung und hatte per Foulelfmeter die Chance zum 1:0, doch Tyron Perrit scheiterte am Torwart. In der letzten Minute glückte Rotterdam der Lucky Punch: Einen Freistoß von Anass Sousan versenkte der kurz zuvor eingewechselte Josmy Ngandola zum viel umjubelten Siegtreffer.

Spannung hatte schon die Zwischenrunde geboten: In Gruppe 1 gab es einen Dreikampf um die beiden Halbfinalplätze. Arminia Bielefeld und Viktoria Pilsen (Tschechien) reichte ein 0:0 zum Weiterkommen. Legia Danzig (Polen) hatte das Nachsehen. Auch der Ausgang in Gruppe 2 blieb bis zum Schluss offen. Rotterdam stand vor der letzten Partie gegen Arnheim bereits als Halbfinalist fest. Durch das 1:1 im direkten Duell folgten die Arnheimer ihren Landsleuten in die Runde der letzten Vier. Union Berlin, das zu diesem Zeitpunkt in sechs Begegnungen nur einen Gegentreffer kassiert hatte, schied aus.

Im erwartet engen Halbfinale zwischen Rekordsieger Bielefeld und Arnheim kam wegen einiger Verletzungsunterbrechungen wenig Spielfluss auf. Erst kurz vor Ende entschieden die Niederländer die Partie (2:0). Das zweite Halbfinale zwischen Rotterdam und Pilsen war ebenso spannend. Erst im Elfmeterschießen zog Sparta ins Endspiel ein (3:1). Bitter für die Tschechen: Sie schieden aus, obwohl sie im gesamten Turnier nicht einen Gegentreffer aus dem Spiel kassiert hatten. So blieb es auch im Spiel um Platz drei: Pilsen schlug Bielefeld 2:0.

Für den unterlegenen Finalisten Arnheim blieben zwei Auszeichnungen als Trost: Tyron Perrit wurde zum besten Spieler des Turniers gewählt. Miliano Jonathans erzielte mit George Didoss von Union Berlin die meisten Tore (je vier). Als bester Torwart wurde Louis Beiderwellen von Gastgeber Hollage gekürt. Insgesamt überzeugten besonders die ausländischen Teams: Fünf von sieben Teilnehmern überstanden die Vorrunde.

An beiden Tagen besuchten rund 2000 Zuschauer das Pfingstturnier – eine Kulisse, die Peter Papke freute. Der 75-Jährige hatte das Event 1985 unter anderem mit seiner Frau ins Leben gerufen und war seit 2012 Turnierleiter. „Das war wieder ein schönes Turnier mit familiärem Umfeld, und bei mir ist natürlich ein bisschen Wehmut dabei. Ich hatte zuletzt auch gesundheitliche Probleme. Das hat mich in meinem Entschluss bestärkt aufzuhören“, sagte Papke, der das Turnier nicht endgültig zu den Akten legen wird: „ Ich werde sicherlich weiterhin herkommen. Auch die Traditionen rund um das Turnier wie das gemeinsame Grillen bei uns werden wir beibehalten“, kündigte er an. BW-Präsident Gerd Strößner dankte Papke mit einer Fotocollage aus den vergangenen Jahrzehnten.

Als Nachfolger steht Michael Lührmann bereit. „Das ist einfach Tradition geworden hier. Das Turnier gehört nicht nur für Hollage, sondern auch für andere Clubs aus der Region dazu. Der ganze Verein rückt dafür zusammen“, sagte Lührmann.

Das konnte auch Sandro Heskamp bestätigen: Als Trainer der Jugend-Regionalauswahl wollte er einen Blick auf das internationale Niveau in der Altersklasse werfen. „Besonders die Niederländer haben mir gut gefallen“, sagte Heskamp, der genau vor zehn Jahren als Kapitän des VfL Osnabrück selbst den Siegerpokal in Hollage entgegengenommen hatte. „Das sind natürlich schöne Erinnerungen. Für die Spieler ist das Format super. Es ist schön zu sehen, dass vieles noch genauso ist wie früher.“

Daniel Bressler, www.noz.de, 10.06.2019