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23.05.2019 02:42
Von: Peter Papke

1. Damen Meister in der Oberliga

Große Freude bei der Mannschaft und ihren Fans in Andervenne nach dem Spiel (Foto: Karl-Heinz Rickelmann)

Michelle kann den Schuss nicht verhindern, aber Jessica wehrt zur Ecke ab (Foto: Karl-Heinz Rickelmann)

Eine von vielen Verletzungen: Peggy am Boden, Meik hilft, Michelle (15) und Majo denken sich ihren Teil über die Frau in Gelb (Foto: Karl-Heinz Rickelmann)

Am 5. Mai machten die Frauen der 1. Damenmannschaft von Blau-Weiss Hollage „den Deckel drauf“: Sie gewannen beim einzig verbliebenen Konkurrenten SV Heidekraut Andervenne klar mit 4:1 und sind nun nicht mehr einzuholen. Bei noch 2 ausstehenden Spielen bei Union Meppen (19.5.) und beim OSC (26.5.) und 50 Punkten sowie 84:11 Toren ist die Meisterschaft endgültig gesichert.

Von Beginn an bestimmten unsere Frauen das Spiel und beherrschten den Gegner bis auf wenige Situationen nach Belieben. Nach einigen guten Chancen kam in der 13. Minute Celina Meyer 20 m vor dem Tor frei zum Schuss, und der Ball schlug unhaltbar mit großer Wucht im linken Torwinkel ein. Der Jubel war groß, und die Mädels spielten wie befreit auf. Getrübt - und das muss mal gesagt werden - wurde das Ganze durch eine sehr schwache Leistung der Schiedsrichterin. Bereits in der ersten Minute wurde Steffi Gühmann böse gefoult, als sie von ihrer Gegenspielerin mit beiden ausgestreckten Beinen regelrecht niedergemäht wurde. Ein Pfiff ertönte aber nicht, obwohl da sogar eine rote Karte hätte gezeigt werden können. Nicht nur Trainer Meik Schwegmann regte sich zu Recht am Spielfeldrand auf!

Die teilweise überharte Spielweise der Andervennerinnen führte zu mehreren Verletzungs-unterbrechungen, gelbe Karten gab es aber nicht. Erstaunlich war es, dass unsere Mädels nicht mit Fouls reagierten, sondern ihr gewohntes Kombinationsspiel zeigten und sich 3 dicke Chancen erspielten, wobei sich die gute Torfrau Marina Kück zweimal auszeichnen konnte. In der 38. Minute gegen Marie Wulftange und 1 Minute vor der Halbzeit gegen Steffi hielt sie bravourös. Glück hatte sie allerdings in der 40. Minute, als ein toller Schuss von Kaddi Jarzyna knapp links vorbeiging. So blieb es bei der 1:0-Führung für Blau-Weiss. Die einzige nennenswerte Chance der Gastgeberinnen machte Jessica Meier nach einer halben Stunde zunichte, als sie sich der gegnerischen Stürmerin entgegenwarf und ihr den Ball von den Füßen nahm.

In der 3. Minute der zweiten Halbzeit konnte Jessica zum zweiten Mal ihre Klasse beweisen, als sie einen tollen Schuss zur Ecke abwehren konnte. Sie hatte dann allerdings Glück, als der Kopfball nach der Ecke knapp vorbeistrich. Nun übernahmen unsere Mädels wieder das Kommando, erspielten sich Chance um Chance, und es konnte nur eine Frage der Zeit für das zweite Tor sein. Und das fiel dann auch in der 67. Minute. Steffi passte auf Yvonne Strößner, und Yve schoss aus 12 m überlegt zum 2:0 ein. 10 Minuten später fiel das 3:0, wobei Marie vom linken Fünfereck flach aufs Tor schoss und eine Verteidigerin den Ball kurz vor der Linie nur noch ins eigene Tor abwehren konnte.

Als Madeleine Johannes 3 Minuten später mit einer schweren Knieverletzung ausgewechselt werden musste, gab es einen kurzen Bruch im Spiel unserer Frauen, den Andervenne in der 87. Minute durch Jule Krieger zum 1:3 nutzte. Doch das nützte nichts mehr, und in der Nachspielzeit erhöhte Svenja Torbecke nach Steilpass von Cille noch auf 4:1.

Fazit: Nach 18 Spielen ungeschlagen zu sein, ist schon eine bemerkenswerte Leistung, doch das absolut Positive daran ist die Tatsache, dass das Trainergespann Meik Schwegmann und Carsten Kühl eine Mannschaft geformt haben, die als wirkliche Einheit auf dem Rasen auftritt. Noch ein Wort zur Schiedsrichterin: Man kann nicht sagen, dass sie gegen uns gepfiffen hat, jedoch hätte Andervenne wohl kaum komplett zu Ende spielen können, wenn sie bei den vielen Fouls gelbe Karten gezeigt hätte. Man hatte den Eindruck, dass sie stolz war, ohne Karte ausgekommen zu sein!

Jetzt sind natürlich alle Blicke nach vorn auf den 2. Juni gerichtet, denn dann geht es im Spiel gegen den Meister der Staffel Ost, Hannover 96, um den Aufstieg in die Regionalliga. Und bereits auf der Jahreshauptversammlung Ende März hatte Präsident Gerd Strößner gesagt, dass der Verein die finanziellen Mittel bei einem möglichen Aufstieg zur Verfügung stellt.

Mit Anna-Lena Füllkrug (Schwester von Niklas Füllkrug, der zu Werder Bremen wechselt) hat 96 eine Torjägerin der Extraklasse, denn sie hat bisher 37 Treffer erzielt. Und die gesamte Bilanz nach 21 Spielen mit 57 Punkten und 104:12 Toren ist schon sehr gut. Doch Bangemachen gilt nicht, denn auch die Frauen von Hannover 96 kochen nur mit Wasser...

Wir gratulieren unseren Frauen und drücken kräftig die Daumen für das Aufstiegsspiel am 2. Juni in Barsinghausen.

Gegen Andervenne spielte Blau-Weiss Hollage in folgender Aufstellung: Jessica Meier, Katleen Strunk, Anna Klumpe, Michelle Rickelmann, Petra Glüsenkamp, Lara Wenning (46.Yvonne Strößner), Madeleine Johannes (80.Yasmin Pellny), Celina Meyer, Marie Wulftange, Stefanie Gühmann und Katharina Jarzyna (71. Svenja Torbecke).