30.12.2019 11:41
Von: Jessica von den Benken

Eine Hollager Tennisgeschichte

Ab 1971 - zwei Jahre nach Gründung der Tennisabteilung - flog der Ball in Hollage bei Flutlicht über das Netz. Foto: Blau-Weiss Hollage/Tennisabteilung

Seit 50 Jahren fliegt in Hollage der Ball über das Netz. Foto: Blau-Weiss Hollage/Tennisabteilung

So sah das erste Clubhaus auf der Anlage an der Uhlandstraße 1977 aus. Foto: Blau-Weiss Hollage/Tennisabteilung

Feiern das Jubiläum der Tennisabteilung (von links): Siegfried Schaeffer, Paul-Georg Weiser, Gründungsmitglied Margot Bartholomäus, Eva Lahrmann und Monika Wegmann. Foto: Blau-Weiss Hollage/Tennisabteilung

Vom Knüppel zum Schläger: Eine Hollager Tennisgeschichte. Wallenhorst. 50 Jahre ist es her, dass in Hollage an der Uhlandstraße die ersten gelben Filzkugeln übers Netz flogen. Damals noch ein Ausnahmesport, ist die Tennisabteilung des Sportvereins Blau-Weiss Hollage heute aus dem Sportgeschehen im Ort nicht mehr wegzudenken.

Natürlich gehört auch der Blick in die Vergangenheit zu einem solchen Anlass. "War Tennis in meiner Jugendzeit ein eher elitärer und kostspieliger Sport, den Eltern nicht so einfach ihren Kindern gönnen konnten, so entwickelte sich der Tennissport zu seinen deutschen Hochzeiten unter Steffi Graf, Boris Becker, Michael Stich zum Breitensport. Der ist er bis heute geblieben", sagt Paul-Georg Weiser, erster Vorsitzender der Tennisabteilung. Dazu komme, wenn man auf die Kleidung schaue, die Verwandlung vom "weißen Sport" zum bunten und vom „Holzknüppel“ mit Darmbespannung zum leichten, großköpfigen Schläger mit Plastiksaiten.

Stolz sei er, gerade jetzt im Jubiläumsjahr, auf das ehrenamtlichem Engagement viele Mitglieder in den vergangenen Jahrzehnten. Nur dadurch habe es die Tennisabteilung geschafft, nach "bescheidenen Anfängen" heute fünf Plätze bereithalten zu können. "Ein voll funktionsfähiges und zugleich gemütliches Clubhaus sichert zudem das gesellige Miteinander für Clubmitglieder", sagt Weiser.

Alles begann im Jahr 1969 mit der Gründung der Tennisabteilung von Blau-Weiss Hollage. Etwa 20 Mitglieder spielten zuerst in der Turnhalle Tennis, darunter auch Margot Bartholomäus, Paul Grunwald, Horst Wegmann und August Weizel, die auch heute noch Vereinsmitglieder sind. Ein Jahr später, 1970, wurden die ersten beiden Hartplätze auf der Anlage gebaut. Nur zwei Jahre danach ging die Flutlichtanlage auf den Plätzen 1 und 2 in Betrieb. "Das Tennisfieber hatte die Vereinsmitglieder gepackt und wir brauchten mehr Spielstunden pro Tag", erklärt Siegfried Schaeffer als zweiter Vorsitzender des Vereins. 1977 wurde das Clubhaus gebaut, das 2001 in einem großen Umbau eine Küche, Dusch- und Umkleideräume sowie neue Toiletten im Innen- und Außenbereich bekam. Heute gehören zum Club 170 Mitglieder - darunter viele Jugendliche.

Das 50-jährige Bestehen feierten die Hollager Sportler gleich zweimal. Zum Jubiläumsfest Ende April trafen sich zahlreiche Gäste auf dem Gelände der Clubanlage. "Besonders gefreut hat uns, dass die Vorstände der befreundeten Nachbarvereine aus Wallenhorst, Lechtingen und Rulle sich ebenso in Feierlaune präsentierten wie der Vorstand des Hauptvereins und die Vertreter der Gemeinde, die der Abteilung ihre Aufwartung leisteten", erinnert sich Schaeffer.

Seinen Ausklang fand das Jubiläumsjahr in einer gemeinsamen Feier von Blau-Weiss Hollage und dem TSV Wallenhorst, der in diesem Jahr ebenfalls auf 50 Jahre Vereinsgeschichte zurückblickt. "Es existieren Spielgemeinschaften untereinander, aber auch außerhalb dieser offiziellen Termine haben sich Sportfreundschaften entwickelt. Grund genug, gemeinsam zu feiern", sind sich Weiser und Schaeffer einig.

Neue Osnabürcker Zeitung, 23.12.2019
https://www.noz.de/lokales/wallenhorst/artikel/1951812/vom-knueppel-zum-schlaeger-eine-hollager-tennisgeschichte

 

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