Berichte

30.07.2019 00:29
Von: Peter Papke

Pfingstturnier 2019: Rotterdam gewinnt

So sehen Sieger aus: Sparta Rotterdam (Alle Fotos: Markus Wulftange und Karl-Heinz Rickelmann)

Auch in diesem Jahr wieder souveräne Stadionsprecher: Daniel Lutzer und David Steinkuhl

PP stellt unserem Teamvermittler Peter Valen aus Holland seinen Nachfolger Michael Lührmann vor

Stephan Klekamp, Johann Lämmer, Helmut Wellbrock, Hendrik Renken, Frank Hagedorn, Tim Wellbrock vom ICT und Fotograf Markus Wulftange

Helmut Wellbrock dankt Bernhard Remme für die tolle Tombola

Ein schönes Abschiedsgeschenk für PP durch Schirmherrn André Schwegmann, Präsident Gerd Strößner und Finanzchef Tim Wellbrock

Die NOZ titelte: „Hollage fest in holländischer Hand.“ Na ja, wenn man das Ganze auf das Endspiel reduziert, so geht das wohl in Ordnung. Jedoch würde man dann den anderen Teams quasi unterstellen, schlecht oder schwach gespielt zu haben. Und das stimmt nun wirklich nicht.

Natürlich ist es für unsere Jungs und die anderen Regionalteams immer schwierig, mit den starken Teams mitzuhalten und unter die besten 8 zu kommen. Doch das wissen alle, und sowohl Trainer und Betreuer als auch Spieler haben uns vom Inter-C-Team zu verstehen gegeben, dass es für sie eine tolle Sache sei, einmal beim Hollager Pfingstturnier dabei zu sein und gegen Erst-, Zweit- oder Drittligisten und vor allem gegen Mannschaften aus dem Ausland zu spielen. War im vorigen Jahr noch die U15-Nationalelf von Malaysia der exotische Eyecatcher, so waren es diesmal mit Dinamo Minsk aus Weißrussland und Debreceni VSC aus Ungarn gleich 2 Teams, die für unser Turnier wirklich etwas Besonderes waren.

Nun zum chronologischen Ablauf des Turniers selbst: Gespielt wurde wie immer in 4 Gruppen à 4 Teams, wo jeder gegen jeden spielte. Die beiden Gruppenersten und -zweiten qualifizierten sich für die Runde der besten 8 und spielten dann den Turniersieger aus, die Gruppendritten und -vierten spielten um Platz 9 bis 16.

Die Spannung in den folgenden Gruppenspielen war spürbar, und hier hätte durchaus oft auch der Verlierer gewinnen können. So gab es in Gruppe 1 einen Dreikampf um die beiden ersten Plätze, die zum Halbfinale reichen würden, zwischen Arminia Bielefeld, Viktoria Pilsen (CZ) und Lechia Gdansk (PL), und als das entscheidende Match zwischen Bielefeld und Pilsen 0:0 endete, war dies das Aus für die starken Polen.

Genau so offen war es in Gruppe 2: Vor dem Duell mit den Landsleuten aus Arnheim stand Sparta bereits als Halbfinalist fest. Und nach dem 0:0 der beiden hatte hier Union Berlin das Nachsehen und wurde Dritter. Die beiden Halbfinals endeten dann wie folgt: Vitesse Arnhem - Arminia Bielefeld 2:0, Sparta Rotterdam - Viktoria Pilsen 0:0, nach Elfmeterschießen 3:1. Damit stand das rein holländische Finale fest.

Und hier musste man Vitesse Arnhem als Favoriten ansehen, denn sie waren holländischer Meister geworden und hatten alle 7 Teams in der Gruppe hinter sich gelassen, so auch Ajax Amsterdam, Feijenoord Rotterdam und PSV Eindhoven. Sparta war Meister der 2. Liga geworden und hatte den Aufstieg in die Eredivisie geschafft. In einem sehr spannenden Finale war Vitesse etwas besser, hatte auch die besseren Torchancen. Sie nutzten diese aber nicht und verschossen auch noch einen Elfmeter.

Ja und hier bewahrheitete sich die alte Fußballwahrheit: Wenn man die Chancen nicht nutzt, so kann sich dies später rächen. Und so kam es auch: Kurz nach seiner Einwechslung erzielte Josmy Ngandola in der letzten Minute per Kopf das Siegtor zum 1:0.

Wir gratulieren dem Sieger Sparta Rotterdam, die bei ihrem 3. Auftritt in Hollage Turniersieger wurden. Auch dem Zweiten Vitesse Arnhem gratulieren wir zu dem zweiten Platz und einer tollen Leistung über beide Pfingsttage.

Insgesamt können wir mit dem Verlauf des Turniers vollauf zufrieden sein, denn bei tollem Wetter kamen über 2.000 Zuschauer an den Benkenbusch, und dies war für uns natürlich Gold wert. Ein Wermutstropfen waren die vielen Verletzungen, denn es mussten insgesamt 6 Spieler ins Krankenhaus gebracht werden. Glücklicherweise aber musste niemand im Krankenhaus bleiben, und so konnten alle Mannschaften nach der Siegerehrung den Heimweg antreten.

Was uns bleibt, ist zu hoffen, dass das 36. Turnier im nächsten Jahr stattfindet und genau den gleichen Stellenwert in Wallenhorst und Umgebung einnimmt wie in den vergangenen Jahren.

Die Platzierungsspiele

Finale: Sparta Rotterdam - Vitesse Arnheim 1:0

Spiel um Platz 3: Viktoria Pilsen - Arminia Bielefeld 2:0

Spiel um Platz 5: Lechia Gdansk - Union Berlin 3:0

Spiel um Platz 7: Preußen Münster - Stomil Olsztyn 3:0

Spiel um Platz 9: Debreceni VSC - VfL Osnabrück 1:0

Spiel um Platz 11: Dinamo Minsk - FSV Frankfurt 1:0

Spiel um Platz 13: TuS Haste - Blau-Weiss Hollage 3:0

Spiel um Platz 15: TuS Bersenbrück - JSG Wallenhorst 1:2 n.E.

Dankesworte

Im Namen des InterCTeams und unseres Sportvereins Blau-Weiss Hollage möchte ich mich recht herzlich bei all denen bedanken, die uns in irgendeiner Funktion unterstützt haben. Dabei möchte ich noch einmal hervorheben, dass jeder Einzelne, der freiwillig mitgewirkt hat, uns durch seinen Einsatz sehr geholfen und zum Gelingen dieses Turniers beigetragen hat.

35 Jahre ist eine lange Zeit, 1985 war die Hälfte der ICT-Mitglieder noch gar nicht geboren. Umso beachtenswerter finde ich es, dass unser Turnier ohne Unterbrechung durchgeführt wurde und hoffentlich auch weiterhin stattfinden wird. Allen meinen Kollegen im InterCTeam sage ich „Danke!“

Allerdings ist es immer schwieriger, namhafte Teams an den Benkenbusch zu bekommen. Das liebe Geld spielt einfach eine zu große Rolle. Deshalb haben wir am Ostersamstag mit der „OsterNacht Deluxe“ einen Versuch gestartet, um durch eine große Turnhallenfete mit einer Liveband Geld zu generieren, das uns Pfingsten zugutekommt und uns eventuell hilft, einen oder mehr Bundesligisten oder bekannte ausländische Teams zu bekommen. Ich hoffe, dass unser Wunsch in Erfüllung geht.

Bedanken möchte ich mich neben den oben genannten explizit bei Personen, die nicht im InterCTeam sind, uns aber super unterstützen:

- Heinz Baumann, der wieder Korrektur gelesen, das Teamplakat und das Willkommensposter kreiert und die Homepage für den Bereich Inter-C-Turnier aktualisiert hat.

- Bernhard Remme, der wieder die meisten Annoncen für dies Heft und fast alle Tombolapreise besorgt hat.

- Markus Wulftange und Karl-Heinz Rickelmann, die wieder fotografiert haben und uns knapp 2.000 Fotos für das Fotoalbum, also für das Archiv, geliefert haben.

- Peter Valen aus Holland, der uns bis auf Olsztyn alle ausländischen Teams besorgt hat.

Ein Dank geht an die Gemeinde Wallenhorst, die unser Sportgelände Benkenbusch zu Pfingsten immer erstrahlen lässt, Bürgermeister Otto Steinkamp und Andreas Albers für den Empfang im Rathaus, allen bisher eingesetzten Schirmherren, allen Sponsoren und last not least allen Schiedsrichtern, denen auch ohne Videobeweis eine prima Spielleitung zu bescheinigen ist.

Ferner danke ich Herold Pye für die musikalische Umrahmung und Nationalhymnen bei der Eröffnungsfeier, dem Malteser Hilfsdienst für die Erste Hilfe am Platz und ganz besonders den Gasteltern für die Unterbringung der jungen Spieler aus dem In- und Ausland!

Und in diesem Bereich würde es mich sehr freuen, wenn sich zwischen den Spielern und Betreuern der Teams und den Einwohnern unserer Gemeinde Kontakte oder gar Freundschaften entwickeln, die international betrachtet als wichtiger Beitrag zur Völkerverständigung gesehen werden können.

Wir schauen natürlich schon jetzt auf das nächste Jahr und stellen fest: die Vorbereitungen für das 36. Turnier haben schon begonnen. Ich werde nicht mehr funktionell dabei sein, denn ich habe meinen ICT-Kollegen bereits vor 2 Jahren gesagt, dass das 35. Turnier mein letztes sein wird. Nun bin ich 75, und obwohl mir die Mitarbeit weiterhin Spaß macht, habe ich mich als einer der Turniergründer zum Aufhören entschlossen. Nach dem Motto: „Wenn`s am schönsten ist...“

In diesem Sinne sage ich „Servus“ und freue mich mit euch allen auf Pfingsten 2020! Allerdings nicht ohne meiner Frau Ria zu danken, die mich trotz vieler Probleme und Arbeit immer unterstützt hat und mich aufgemuntert hat, wenn es mal nicht so gut lief. Und in diesem Sinne wünsche ich meinem Nachfolger Michael Lührmann viel Erfolg und Glück bei der Leitung des Turniers.