24.06.2022 06:19
Von: NOZ, Johannes Kapitza, 21.06.2022

NOZ: Frischzellenkur für den Benkenbusch

Die Pläne, die auch eine neue Geschäftsstelle beinhalten, zeigen Per Grunwald (links) und Gerd Strößner aus dem BWH-Vorstand. – Foto: Helmut Kemme

BW Hollage plant Tribünen-Sanierung und Neubau einer Geschäftsstelle / Arbeiten sollen nach Sommerferien starten.

Wallenhorst. Der Benkenbusch wird zur Baustelle: Bis Ende 2023 will BW Hollage eine neue überdachte Tribüne sowie ein Gebäude mit Geschäftsstelle, Sanitäranlagen und Imbiss errichten. Geschätzte Baukosten: Rund 650000 Euro.

Sie hätten gar nicht unbedingt in diesem Jahr bauen wollen, sagen Vereinspräsident Gerd Strößner und Schatzmeister Per Grunwald. Aber dann kam eine Förderzusage über 344000 Euro und erleichterte die Entscheidung. 56000 Euro Eigenkapital bringen die Blau-Weißen ein, 100000 Euro hat die Gemeinde Wallenhorst zugesagt.

Für die restlichen rund 150000 Euro ist der Verein kreditwürdig. „Wir hoffen noch auf die ein oder andere Großspende“, sagt Strößner, sodass die Verbindlichkeiten geringer ausfallen könnten. Angesichts zu erwartender steigender Baupreise soll auch noch mal mit der Gemeinde verhandelt werden. Die Vereinsmitglieder haben ihr Okay für das Bauvorhaben gegeben: Bei einer außerordentlichen Versammlung mit 78 Teilnehmern habe es nur eine Gegenstimme und drei Enthaltungen gegeben, sagt Strößner.

Dass Nachbar SF Lechtingen im vergangenen Jahr seine Tribüne neu gestaltete, stachelte die Hollager zusätzlich an – zumal sich eine Arbeitsgruppe bereits seit rund drei Jahren mit den Neubauplänen für die Tribüne befasst, die Anfang der 1980er-Jahre gebaut wurde und in die Jahre gekommen ist. Auf 250000 bis 300000 Euro wurde das Vorhaben taxiert. „Nur für eine Tribüne ist das ein richtiges Pfund“, sagt Strößner.

Hinzu kam: Die Sprecherkabine am Platz sei baufällig, sagt Grunwald. Und die Geschäftsstelle unter der Sporthalle „gibt nichts mehr her“, erklärt Strößner. So beschäftigten sich die Hollager mehr und mehr mit einer großen Lösung – und gaben im Herbst richtig Gas.

Ein Gespräch mit einer Vertreterin des Amtes für regionale Landesentwicklung zeigte im September eine Zuschussperspektive für die große Lösung auf. Sechs Tage blieben, um den Antrag zu stellen, „53 Seiten übers Wochenende“, erinnert sich Grunwald an die Vorarbeit. Die Blau-Weißen lieferten pünktlich, waren aber davon ausgegangen, dass ihr Antrag noch nicht in diesem Jahr bewilligt würde. Eine Nachfrage in diesem Frühjahr ergab: Man dürfe sich auf eine Zusage freuen. So kam es auch.

Weil erst noch das Fußball-Pfingstturnier abgewickelt werden musste und nun die Sommerferien in Sichtweite sind, planen die Hollager mit einem Baubeginn Ende August. Zum nächsten Pfingstturnier könnte die Tribüne fertig sein. Statt der alten Sitzbänke, die die Blau-Weißen einst von der Südtribüne der Bremer Brücke bekamen, sollen dann rund 220 Schalensitze mehr Komfort bieten. Auch ein barrierefreies Podest für Rollstuhlfahrer-Plätze ist integriert. Die Trainerbänke werden dauerhaft auf die gegenüberliegende Seite des Platzes verlegt.

Der Bau der Geschäftsstelle, die von 15 auf rund 50 Quadratmeter mit Büro- und Besprechungsraum wächst, wird dann wohl noch andauern. Bis Ende 2023 müssen alle Arbeiten beendet und die Fördermittel abgerufen sein. „Vielleicht profitieren wir von der Lage am Bau“, hofft Grunwald, der auch bauleitender Architekt bei dem Vorhaben ist, auf frei werdende Kapazitäten bei Unternehmen. Er wäre zudem „hoch begeistert, wenn wir auf unsere Ausschreibung auch Angebote aus dem näheren Umfeld bekommen würden“.

 

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